Artikel-Schlagworte: „e-kennzeichen“

Das Elektromobilitätsgesetz ist ein schlechter Scherz!

Dienstag, 29. September 2015

Seit Juni 2015 ist es in Kraft. Das neue Elektromobilitätsgesetz und das macht es einigen (wenigen) Elektrofahrzeug-Besitzern nun (teilweise) etwas leichter. Nun gibt es ein extra Kennzeichen für Elektroautos. Das trägt ein E im Kennzeichen und man kann es durchaus mit den H-Kennzeichen vergleichen. Denn auch die Fahrer von Elektroautos haben nun (teilweise) Vorteile, denn wenn die Kommunen die „entsprechenden Voraussetzngen schaffen“, dann könnten die Elektrofahrzeug-Besitzer z.B. auf den Busspuren (sofern überhaupt verfügbar) fahren oder aber hier und dort kostenlos Parken. Trotz des E-Kennzeichen für Elektrofahrzeuge muss auch weiterhin eine grüne Umweltplakette in der Frontscheibe kleben. Wahnsinn, oder? Mit dieser (sorry, lächerlichen) Aktion möchte die Bundesregierung nun den Absatz der Elektrofahrzeuge in Deutschland ankurbeln? Bis zu eine Million Elektrofahrzeuge sollen bis zum Jahr 2020 angemeldet sein, nun durch den VW-Skandal könnten es ja noch ein paar werden. Kleiner Scherz. Nein liebe Bundesregierung, so funktioniert das (meiner Meinung nach) nicht. Ihr müsst richtige Kaufanreize schaffen und da nutzt auch nicht der Appell an die Industrie die Fahrzeuge günstiger anzubieten.

e-kennzeichen-elektromobilitaetsgesetz-jens-stratmann

Ich fordere: Kostenlose Ladesäulen in der Stadt in ausreichender Menge, kostenfreies Laden an Straßenlaternen und bevorzugte Parkflächen. Dazu natürlich Steuervorteile und eine Absetz-Möglichkeit der Anschaffungskosten bei der Steuererklärung. Denn Fakt: Die Elektromobilität bietet viele Vorteile, ja sogar Fahrspaß, kommt aber immer noch mit einer geringen Reichweite und höheren Kosten. Das mit der Reichweite müssen die Hersteller hinbekommen, aber bei den Kosten, da kann der Staat – wenn er das ehrgeizige Ziel wirklich erreichen will – durchaus nachhelfen. Einige andere Länder haben uns das ja bereits erfolgreich vorgemacht und auch ich würde mir, als Zweitfahrzeug, ein Elektroauto in die Garage stellen, aber nicht solange ich dadurch keine finanzielle Vorteile spüre, so viele grüne Daumen können mir da gar nicht wachsen.

Also Kollege Dobrindt, das Gesetz zur Bevorrechtigung der Verwendung elektrisch betriebener Fahrzeuge, einfach noch einmal überarbeiten. Ich denke auf eine Umweltplakette dürfte derjenige der ein E im Kennzeichen trägt auch verzichten. Denn bei dem Gesetz gibt es doch unterm Strich nur einen Gewinner: Der Haushalt, denn nun dürfen die Elektrofahrzeug-Besitzer (wenn sie es denn wollen) ihre Fahrzeuge umkennzeichnen und das kostet natürlich Geld. Die Umweltplakette muss dann auch erneuert werden, denn sonst passt diese ja nicht mehr zum alten Kennzeichen.

Doch was für Fahrzeuge fallen eigentlich unter das Gesetz?

Das wären dann also elektrisch betriebenes Fahrzeug: ein reines Batterieelektrofahrzeug, ein von außen aufladbares Hybridelektrofahrzeug oder ein Brennstoffzellenfahrzeug. Nun wird es spannend, denn danach dürfen alle Hybrid-Modelle die über eine externe Auflademöglichkeit der Batterie (egal ob die rein elektrische Reichweite nur 40 km beträgt oder nicht) dann nach den Plänen der Bundesregierung auf die Buspuren? Da dürften sich die Busfahrer aber freuen. Das kann doch ganz ehrlich nicht die Lösung sein, oder?

Nun denn, wo ihr günstige E-Kennzeichen kaufen könnt, das wisst ihr ja. Günstige Nummernschilder kann man online bestellen, da kann man ja schon mal an der richtigen Stelle sparen.

Blaue Kennzeichen / Nummernschilder für Elektrofahrzeuge? Demnächst mehr Rechte für E-Fahrer?

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Wenn es nach dem Hamburger Senat geht, dann gelten für Elektro-Fahrzeuge, also für elektrisch angetriebene bzw. betriebene Fahrzeuge in der Zukunft andere Regeln. Die Stadt Hamburg möchte nun Kaufanreize für die emissionsfreien Fahrzeuge entwicklen, man stellt sich z.B. spezielle Parkplätze vor, eventuell sollen für die Elektro-Fahrzeuge auch die Bus- bzw. die Taxi-Spur zur Benutzung freigegeben werden. Damit hat man natürlich schon Vorteile, vor allem im Feierabendverkehr. Doch wie erkennt man die Elektrofahrzeuge? Einige Modelle unterscheiden sich ja recht deutlich von normalen Fahrzeugen. Die Hersteller haben bewusst das Design so angepasst, dass man denken muss: „Hoppla, der sieht anders aus!“. Als Beispiel möchte ich da den Opel Ampera, den Nissan Leaf oder aber auch den BMW i3 verwenden. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Fahrzeuge, die es so schon als Serienmodell mit einem herkömmlichen Antrieb gibt. VW schiebt nun mit dem Volkswagen e-up und dem Volkswagen e-Golf hinterher, doch bei Nissan gibt es z.B. auch den Nissan NV200 als Elektroversion, bei Renault den Renault Kangoo Z.E. usw. – es muss also ein Zeichen gesetzt werden. Klar, man könnte den Fahrzeugen nun noch eine weitere Plakette in die Frontscheibe hängen und die (sowieso immer schlechter werdende Rundumsicht noch weiter einschränken) oder man geht andere Wege.

Früher waren Menschen mit „blauem Blut“ adelig und privilegiert. Demnächst könnten es die Besitzer der E-Fahrzeuge sein. Die Stadt Hamburg hat nun beim Bundesrat einen Antrag eingereicht, den ich durchaus unterstützenswert finde. Blaue Kennzeichen / Blaue Nummernschilder für Elektrofahrzeuge. Als klare Kennzeichnung und auf den ersten Blick zu erkennen. Wie bei einem Fahrzeug für historische Modelle (dem sogenannten H-Kennzeichen) soll allerdings nicht nur die Farbe von schwarz auf blau geändert werden, nein es soll als letztes Zeichen auch noch ein „E“ auf das emissionsfreie Fahrzeug hinweisen. Damit könnte man die Rechte auch stärken, denn Fahrer dieser Fahrzeuge sind teilweise auf Parkplätze mit Ladesäulenanschluss angewiesen um wieder nach Hause pendeln zu können. Versperrt dort nun ein herkömmlich betriebenes Fahrzeug den Platz, kann dieses leicht entfernt werden. Die Antriebsart des Fahrzeuges spielt allerdings auch im Falle eines Unfalles eine übergeordnete Rolle. Bei Elektrofahrzeugen muss / sollte man die Batterie nach einem Unfall sofort entladen um die Brandgefahr zu minimieren. Hilfskräfte könnten so auf den ersten Blick erkennen, dass hier ein Elektro-Fahrzeug verunfallt ist und dementsprechende Vorsichtsmaßnahmen einleiten, die ja durchaus auch Leben retten können.

Die Idee ist gut, ist in sich stimmig und macht meiner Meinung nach Sinn. Sie lässt sich ohne große Kosten umsetzen und die Öffnung der Bus- und Taxispuren wäre in der Tat doch mal ein kleiner Schritt in die Richtung: Förderung der Elektromobilität im eigenen Land ohne weitere Kosten zu verursachen. – Sollte der Antrag angenommen werden kann ich euch jetzt schon zusichern, dass man blaue Kennzeichen auch bei Gutschild kaufen kann.