Artikel-Schlagworte: „Skoda“

Die Autos des Jahres: Der neue Skoda Superb (2015)

Dienstag, 5. Mai 2015

Der geschätzte Kollege Sebastian Bauer bringt es eigentlich auf den Punkt, er stellt die Motorjournalisten nämlich vor die Aufgabe einen Text über den neuen Skoda Superb zu schreiben ohne die Begriffe Simply Clever, Passat, Regenschirm, Beinfreiheit, Preisvorteil, MQB oder Premium zu verwenden. Das funktioniert nicht so einfach, denn der Skoda Superb der 3. Generation – laut Skoda ein Fahrzeug der gehobenen Mittelklasse – verfügt nicht nur über eine hohe Beinfreiheit im Fond, nein auch über zahlreiche Lösungen, die – sorry – simply clever sind. Damit meine ich nicht nur den Eiskratzer, die Kofferraumbeleuchtung die gleichzeitig auch Taschenlampe ist oder die Regenschirme, nein der Superb überzeugt auch in ganz anderen Bereichen.

skoda-superb-2015-test-fahrbericht-jens-stratmann-18

Der neue Skoda Superb zeigt sich nachgeschärft, er hat Ecken und Kanten und man kann sich auf den ersten Blick nicht satt sehen, überall gibt es was zu entdecken. In den Scheinwerfern gibt es kleine Lichtleiter, die Sicht und Schattenkanten strecken die Limousine ungemein und geben ihr den sportlichen Touch. Die Rückleuchten verfügen über ein neues Lichtbild und trotzdem erkennt man auf den ersten Blick: Das ist ein Skoda!

Der neue Skoda Superb basiert auf dem modularen Querbaukasten und das merkt man ihm an, der 8 cm längere Radstand und die knapp 5 cm breitere Karosserie sorgt für viel Platz im Innenraum und ich möchte es direkt am Anfang sagen: Wer sich für den neuen Skoda Superb entscheidet, der muss sich auch für das DCC entscheiden. Das adaptive Fahrwerk. Auf den leicht kariösen Fahrbahnbelägen in Italien bügelte die Comfort-Einstellung die Unebenheiten weg und wenn man wollte, konnte man selbst Einheimische mit dem Skoda Superb über die Landstraße scheuchen. Unser Testfahrzeug hatte den 150 PS starken 2.0 Liter TDI unter der Haube, das maximale Drehmoment liegt bei 340 Nm und von 0 auf 100 km/h geht es innerhalb von 8,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei, natürlich in Italien nicht erreichten, 218 km/h.

skoda-superb-2015-test-fahrbericht-jens-stratmann-11

Der neue Skoda Superb ist 4.86 m lang, 1.47 m hoch und in der Breite (ohne Außenspiegel) 1.86 Meter breit! Der Radstand beträgt 2.84 Meter und der Wendekreis liegt bei 11.10 Meter! Die maximale Zuladung von unserem Testfahrzeug liegt bei 620 kg, das zulässige Gesamtgewicht beträgt 2045 kg. Die Dachlast wird vom Hersteller mit 100 kg angegeben. Somit weiß man nun, verglichen mit zahlreichen anderen Limousinen in der Klasse ist der Skoda Superb ein Leichtgewicht. Das merkt man auch am Kurveneingang bzw. beim Bremsvorgang.

skoda-superb-2015-test-fahrbericht-jens-stratmann-5

Ausreichend Platz vorne, gefühlt noch mehr Platz hinten. Im Fußraum vom Fond könnte man verstecken spielen oder einfach die Beinfreiheit genießen.Technisch zeigt er sich aufgewertet, so gibt es z.B. optional den adaptiven Tempomat inklusive Stauassistent. Dieses System ist in der Lage komplett bis auf 0 km/h herunterzubremsen und auch wieder selbstständig zu beschleunigen. Auf die Wunschliste kann natürlich auch noch der Totwinkel-Warner, der Spurhalteassistent, der Ausparkassistent usw. und auch beim Infotainment gibt es optional Android Auto, Apple CarPlay und Mirror-Link. Apple CarPlay bringt ausgewählte Apps auf den Bildschirm vom Infotainmentsystem und man man kann sich z.B. Nachrichten vorlesen lassen bzw. welche diktieren. Für mich ein Sicherheitsgewinn, denn der Blick bleibt dann da wo er hingehört, auf der Straße.

Werfen wir einen Blick in den Kofferraum. In den Kofferraum passen 625 Liter, bei umgeklappter Rückbank steht ein Volumen von 1760 Liter zur Verfügung. Wem das nicht reicht, der kann ja die optionale Anhängerkupplung bestellen, der 150 PS Diesel darf bis zu 2 Tonnen ziehen.

Kommen wir zur Verbrauchsfrage: Skoda gibt den kombinierten NEFZ-Verbrauch mit 4.40 Liter auf 100 km an. Dank dem 66 Liter großen Tank sind rein rechnerisch Reichweiten von 1490 Kilometer möglich. Auf den italienischen Bergstraßen hatte ich auf einer Strecke von knapp 100 km einen Durchschnittsverbrauch von 7 Liter bei sicherlich nicht sparsamer Fahrweise.

Der Preis ist heiß, los geht es mit dem Skoda Superb bereits ab 24590 Euro, der Basispreis von mit dem von uns gefahrenen 2.0 TDI liegt bei knapp 28.200 Euro, je nach Ausstattung kann man diesen Wert natürlich auch nach oben schrauben, unser Testwagen hatte einen Preis von 38450 Euro.

skoda-superb-2015-test-fahrbericht-jens-stratmann-35

Mein Fazit fällt recht kurz aus: der neue Skoda Superb ist derzeitig, in seiner Preisklasse, das beste Automobil welches auf dem MQB basiert, mehr als nur ausreichend Platz für die Passagiere, ein tolles Fahrgefühl dank adaptiven Fahrwerk, die Lenkung ist leichtgängig, die Bremsen ausreichend groß dimensioniert und großartig ist definitiv das Platzangebot im Gepäckraum. Noch nie habe ich so viele Koffer in eine Limousine laden können.

Übrigens, nicht wundern: Das Kennzeichen 3SL gibt es so in Deutschland natürlich nicht, es ist ein tschechisches Kennzeichen und damit waren wir in Italien unterwegs.

Weitere Meinungen / Eindrücke / Fotos / Videos: rad-ab.com / 1300ccm / mein-auto-blog / autophorie.de

Auf der Suche nach lustigen Kennzeichen den Skoda Rapid entdeckt!

Samstag, 14. Juli 2012

…fuhr ich vorgestern und gestern durch Deutschland, Österreich und auch durch die Slowakei! Kein Scherz! Erst fuhr ich in Deutschland von Bielefeld nach Paderborn. Bielefeld ist nun nicht wirklich bekannt für besonders lustige Kennzeichen, BI-ER ist abgelutscht, BI-SS verboten und BI-KE haben viele die neben dem Automobil auch noch ein Motorrad haben oder einem anderen Zweirad verfallen sind. Bei der Wahl zwischen einem Bier und einem Porsche 993 wüsste ich jedenfalls für was ich mich entscheiden würde:

Von Paderborn ging es dann nach München, dort habe ich aber nur auf dem Rollfeld ein paar Fahrzeuge gesehen und die waren wahrlich nicht lustig. Mit dem Flugzeug ging es weiter nach Wien. In der Hauptstadt von Österreich übernahm ich dann den Testwagen. Es war ein Škoda Rapid. Mit tschechischen Kennzeichen ging es dann von Wien nach Bratislava. Wer in Erdkunde etwas aufgepasst hat wird nun wissen, dass Bratislava die Hauptstadt der Slowakei ist. Ein richtiger Roadtrip also.

In Österreich musste ich unbedingt zu einem Spar-Markt. Nicht etwa weil ich wusste, was mich dort für lustige Kennzeichen erwarten, nein eigentlich weil ich mir dort ein paar Erfrischungsgetränke kaufen wollte. Auf dem Parkplatz musste ich dann aber doch schmunzeln, denn dann sieht man was man sich leisten kann wenn man ordentlich spart.

Wer dreifach spart:

…kann sich ein größeres Fahrzeug leisten als derjenige der nur zweifach spart:

Leider konnte ich das Fahrzeug mit dem SPAR 1 Kennzeichen nicht entdecken, hätte aber schon eine Vermutung was das wohl für ein Modell gewesen ist. Wie man beim Kennzeichen kaufen Geld sparen kann wisst ihr ja, oder? Wie gesagt, mit den Kennzeichen aus Tschechien ging es dann weiter durch Österreich und die Slowakei. Ziel der Reise? Der Weg war das Ziel! Ich sollte mir ein eigenes Bild, ein ersten Eindruck vom neuen Škoda Rapid machen! Das verschafft man sich am besten wenn man die Augen und Ohren offen hält und mit dem Fahrzeug eine gute, große Runde fährt. Die Strecke bot wirklich alles: serpentinenartige Kurven, Autobahn, Landstraße, Stadtverkehr, gute Straßen und Kopfsteinpflaster. Also alles was man braucht um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Das Fahrwerk ist meiner Meinung nach optimal auf die Zielgruppe (Familie) zugeschnitten und das Fahrzeug selber wird ein Primus in seiner Klasse werden, darauf würde ich sogar eine Wette abschließen. Wenn der Preis so bleibt wie aktuell (inoffiziell) berichtet (14.000 €) wird der Škoda Rapid zu einem Schnellläufer!

Ich habe am Abend die Gunst der Stunde genutzt und habe mit dem Chef-Designer des Exterieurs gesprochen. Dabei ging es mir speziell natürlich auch um die Frage der Kennzeichen – Montage bei den Fahrzeugen. Ich war überrascht, denn bei den ersten Zeichnungen und Skizzen spielen solche Dinge noch gar keine Rolle, erst will man ein Gefühl bekommen für das jeweilige Fahrzeug und wenn das stimmt, dann wird angepasst. Sprich die Radien der Frontstoßstange, die Ein- und Ausfallwinkel und natürlich auch die Montageorte der Nummernschilder, denn da gibt es ja die Mindesthöhen und Sichtbarkeiten einzuhalten. Interessanter Fakt: Die eigentliche Stoßstange sitzt hinter der Kunststoffverkleidung, dadurch konnte man die Radien der Kunststoffverkleidung etwas “verkleinern” was dafür sorgt, dass die Front noch knackiger, sportlicher daher kommt. Kleiner Trick, große Wirkung!

So, last but not least noch ein Foto von dem neuen Škoda Rapid, natürlich mit Kennzeichen:

In der Tschechischen Republik gibt es vorne keine amtlichen Siegel, die gibt es nur hinten.  Bilder von hinten gibt es in den zahlreichen Beiträgen die nun schon über den Škoda Rapid entstanden sind, hier gibt es eine kleine Auswahl, denn ihr wisst doch – gutes muss man teilen, besseres verteilen:

Fahrbericht Skoda Rapid, Ersteindruck Skoda Rapid, weitere Fakten über den Skoda Rapid, Links im Skoda Portal und selbst der Journalist der Auto Bild hat es im Kofferraum gefallen (einfach mal die Bildergalerie durchstöbern). Der neue Škoda Rapid kommt gut an, das liegt sicherlich nicht nur am Preis. Doch wenn Preis & Leistung stimmen, dann ist das Angebot gut, das gilt für Kennzeichen und natürlich auch für Fahrzeuge!